Graz & Umgebung Magazin

Graz

 

12 Stunden in Graz

Ist es wirklich schon zwei Jahre her, dass ich zuletzt in Graz war? Wenn ich mir die Bilder so anschaue, möchte ich mich am liebsten gleich wieder in den Zug setzen. Das Wetter war damals so schön, dass mich kein Museum anlockte. Ich wollte raus in die Sonne und die Stadt genießen. In Graz ist das wirklich nicht schwierig.

 

Graz Ausblick

 

Zuallererst muss ich natürlich auf den Schlossberg und den Uhrturm aus der Nähe bewundern. Es gibt drei Möglichkeiten den Schlossberg zu erklimmen: per Schlossbergbahn, die alle 15 Minuten fährt, per Schlossberglift, die schnellste Variante, oder per pedes, da gibt es dann die stufige Variante (260 Stufen!) über den Schlossbergplatz oder die Wege vom Karmeliterplatz oder der Wickenburggasse aus. Und wie ich da so unten stehe am Schlossbergplatz und die vielen, vielen Stufen emporschaue, überlege ich nicht lange und steige in den Lift ein.

 

Graz Uhrturm

 

Die Aussicht von oben ist überwältigend. Der Uhrturm, der drei Glocken beherbergt, hat eine lange Geschichte hinter sich. Ein Turm an dieser Stelle wird seit dem 13.Jhdt. erwähnt, und seit dem 16.Jahdt. schaut der Turm aus so wie heute. Ab und an sorgen die Zeiger der Uhr für Verwirrung, denn hier zeigt der große Zeiger die Stunden und der kleine Zeiger die Minuten an. Was soll’s, in Graz gehen die Uhren eben anders!

 

Graz Luftansicht

 

Die Museen habe ich an diesem Tag wie bereits erwähnt ausgelassen. Nur von außen bewundere ich das Kunsthaus Graz, diese riesige Blase am rechten Murufer. Graz wurde von der UNESCO in das Netzwerk „City of Design“ aufgenommen. Dieses Gebäude, erbaut von den Architekten Peter Cook und Colin Fourier, zeugt von der Aufgeschlossenheit der Grazer gegenüber moderner Kunst und Architektur. Auch die Murinsel ist ein Beweis dafür.

 

Murinsel in Graz

 

Ich schlendere durch Straßen und Gassen und lande ungeplant vor dem Mausoleum. Wer liegt in dem roten Sarkophag? Maria von Bayern, die Mutter von Kaiser Ferdinand II, der dieses Bauwerk errichten ließ. Fertig gestellt hat es dann ein anderer Kaiser, und zwar Leopold der Erste. Der Geschichtsunterricht ist hiermit beendet und ich besteige den Turm. Graz liegt mir zum zweiten Mal an diesem Tag zu Füßen!

 

Sarkophag Graz

 

Nach meinem Abstieg drehe ich noch eine Runde durch Graz und lande am Kaiser Josef Markt. Hier finde ich all die Köstlichkeiten, für die die Steiermark berühmt ist: Kürbiskerne, Äpfel, Käferbohnen, Kürbiskernöl und Schwammerl. An jedem Stand gibt es andere Köstlichkeiten und das Beste: Die Marktstandler und Standlerinnen liefern das passende Rezept gleich mit dazu. Schon mischen sich Marktbesucher ein die Diskussion um das beste Bärentatzenrezept, einer Schwammerlsorte, die mir bis heute unbekannt war.

 

Graz Kaiser Josef Markt

 

Schnell sind sie um, meine zwölf Stunden in Graz. Vieles habe ich verpasst und manches versäumt. Beim nächsten Mal wünsche ich mir Regenwetter, dann mache ich mich auf Museumstour in Graz.

 

Museum in Graz

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12 Stunden in Graz

Text und Fotos: Gudrun Krinzinger

Gudrun KrinzingerAm Kaiser Josef Markt finde ich all die Köstlichkeiten, für die die Steiermark berühmt ist: Kürbiskerne, Äpfel, Käferbohnen, Kürbiskernöl und Schwammerl.

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