Wachau / Donauraum West Magazin

die Innenstadt von Krems

Krems an der Donau

Ich habe durchaus keinen Grund es zu verheimlichen: Seit Kindertagen bin ich ein Mariandl-Film-Fan und ja, das begann schon mit dem Original Film aus den Vierziger Jahren des vorigen Jahrtausends. „Mariandl-andl-andl, aus dem Wachauerlandl-landl…“ kann ich bis heute auswendig singen, sehr zum Leidwesen meiner Familie. Aber die Wachau will klarer Weise heutzutage gar nicht auf das Mariandl Image reduziert werden - auch wenn immer noch viele Anfragen diesbezüglich reinkommen, wie mir die Dame vom Tourismusverband Krems versichert.

Ja, interessieren würde es mich auch - immer noch - wo damals und in den 60er Jahren gedreht wurde. Aber heutzutage gibt es soviel mehr in Krems zu begutachten als zu den Ausflugszeiten meiner Kindheit - da gerät die Mariandl Geschichte auch bei mir ganz schnell ins Hintertreffen. Im frühen Mittelalter war Krems gar bedeutender als Wien – als wichtiger Umschlagplatz für Schiff- und Landverkehr. Heute gehört die Kremser Altstadt mit der Wachau zum UNESCO Weltkulturerbe.

 

Krems

 

In Krems kann man heutzutage leicht ein ganzes kulturelles und kulinarisch ansprechendes Wochenende verbringen, da reicht ein Sonntagsausflug schon lange nicht mehr. Der Besuch der Kremser Kunstmeile mit der Kunsthalle und dem KarikaturMuseums stehen auch bei mir ganz oben, als ich letztens an einem Spätsommertag wieder dort war.

 

Galerie Krems

 

Hier ein brasilianischer Bildhauer, dort Mordillo - beides hochansprechend und museumstechnisch einwandfrei dargeboten. Der Platz rund um die beiden Museen bis hin zur Schiffsanlegestelle soll aber in den nächsten Jahren ganz neu inszeniert werden: Gar von einem „Kremser Museumsquartier“ ist hier intern mit einem Augenzwinkern die Rede. Mit Begegnungszonen, Parks, einem neuen riesigen Museum für die NÖ Landessammlung, Kulinarik und Büros.

 

Schiffsanlegestelle Krems

 

In der Kremser Fußgängerzone promeniert es sich aber jetzt schon ganz hervorragend - zwischen Verkostungen von Marillenlikör, handgeschöpfter Schokolade und dem berühmten Kremser Senf (natürlich mit ein paar Würsteln) - kommt man kaum zum Schauen.

 

Kremser Senf Verkostung

 

Dabei gibts die Gozzoburg und mein Favorit, das Dominkaner Kloster, das ein gar nicht langweiliges Krems Museum inklusive Weinkeller als Ausstellungsräumlichkeit beherbergt. Als ich vor einigen Jahren einmal hier war, war der Dom innen für eine riesige moderne Lichtinstallation genutzt - sehr beeindruckend. Der Senf und Safran wachsen übrigens hier in der Donauregion und auch in anderen Teilen Niederösterreichs – bei mir daheim im niederösterreichischen Weinviertel gibt’s die Senf-Felder gleich hintaus und der Weinviertler Safran ist ebenfalls über die (Bundesland)Grenzen hinaus bekannt.

 

Wandelgang im Kloster

 

Zu jedem Sonntagsausflug - als auch zu einem Kulturwochenende- gehört die passende kulinarische Versorgung: In der Wachau mit seinen Vorzeige-Heurigen natürlich kein Problem. Die Winzergenossenschaft Winzer Krems lockt mit Führungen inkl. Verkostung, das Loisium ist auch nicht weit entfernt und rund um Krems in den Rieden findet man - nebst gemütlichen Winzerzimmern - auch zahlreiche nahrhafte Weingüter.

 

Weingut Hutter

 

Einen besonders schönen Blick hatte ich beim Abendessen in der Laube vom Weingut Hutter hinunter nach Krems und zum Stift Göttweig. Nur die nächtliche Rad-Heimfahrt, die war dann im Stockdunklen durch die Weinrieden mehr als abenteuerlich. Dabei half mir aber lautes Singen („Mariandl, -andl, -andl...“

Tipps in der Wachau / Donauraum West

Logo Wachau

Burgruine Aggstein
Krems an der Donau

Text und Fotos: Angelika Mandler-Saul

Angelika Mandler-Saul

Mein Tipp: In der Kremser Fußgängerzone kann man sich durch die Wachauer Spezialitäten koste. Vom Marillenlikör über handgeschöpfte Schokolade bis zum berühmten Kremser Senf reicht die Palette.

Kurzurlaub Angebote in der Wachau

Hotels in der Wachau anzeigen