Region Villach Magazin

Alpenblick Rosstratte

Villach und die Alpenstraße

Was macht man an einem heißen Tag, wenn sich alle im Freibad oder am See aufhalten und man selbst Villach besuchen will? Richtig, man gönnt sich ein abkühlendes Eis, bevor der Stadtbummel beginnt.

Zuallererst fallen mir in Villach die vielen aus Bronze gegossenen Figuren auf, die die Plätze schmücken. Hier zapft ein Gastwirt sein Villacher Bier, dort lockt der Heilige Franziskus eine Schar von Vögeln an und etwas später entdecke ich in der Fußgängerzone ein Trachtenpärchen, das beschwingt zum Tanze schreitet.

 

Bronzefigur in Villach

 

Für eine Fahrt mit dem Schiff auf der Drau war ich leider zu spät dran. Das Schiff ist mir sozusagen vor der Nase davon gefahren. Macht nichts. So spaziere ich über die Draubrücke Richtung Stadtplatz, vorbei an reich geschmückten Häusern und lande vor der Pfarrkirche.

 

Villach

 

Der Kirchturm steht extra, ein Unikum in Österreich. Von oben aus soll man einen schönen Rundblick auf die Stadt haben und nach 229 Stufen habe ich es geschafft und genieße den Blick auf die Menschen, die sich wie Ameisen durch das samstägliche Villach bewegen und von Schatten zu Schatten fliehen.

 

Villach von oben

 

Für einen Besuch in einem der Villacher Museen (Stadtmuseum oder Fahrzeugmuseum) war ich ehrlicherweise zu faul. Da lockte mich schon eher die Liegewiese der Kärnten Therme, die am Stadtrand liegt. Abkühlung fand ich im Sportbecken der futuristisch gestalteten Therme. Mir gefällt die moderne Architektur. Alles wirkt so hell und modern.

 

Kärnten Therme

 

Im Hotel lag dann ein Prospekt über die Villacher Alpenstraße auf. Davon hatte ich noch nie gehört. Damit stand mein Ausflugsziel für den nächsten Tag fest. Die Reise beginnt am Kassenhäuschen in Möltschach auf 550 m, wo mir eine ausführliche Straßenbeschreibung ausgehändigt wird.

Kurz überlege ich: Soll ich zuerst zur Rostratte auf 1732 Meter hochfahren und die Aussichtspunkte von oben nach unten abfahren oder in umgekehrter Reihenfolge, von unten nach oben. Ich entscheide mich für die zweite Variante und bleibe bei Kehre 2, der Skisprungschanze, stehen. Thomas Morgenstern und Martin Koch heißen die erfolgreichsten Kärntner Skispringer.

 

Skisprungschanze Villach

 

Auch ich schraube mich immer höher und höher und mein nächstes Ziel heißt Dreiländerblick. Da habe ich dann schon die 1000 Meter Marke überschritten und winke hinüber nach Italien und Slowenien. Mit mir unterwegs sind tanzende Schmetterlinge, die es sich auf den bunten Blumen bequem machen.

 

Schmetterlinge

 

Den Alpengarten mit rund 800 Pflanzen lasse ich links liegen und fahre weiter zur Aussichtsplattform „Rote Wand“. Von hier aus hat man sowohl einen Tiefblick auf die abstürzende Felswand als auch einen Ausblick auf die Karawanken und die Julischen Alpen.

 

Rote Wand an der Alpenstraße

 

Meine nächste längere Rast lege ich auf der Rosstratte auf 1732 Höhenmeter ein. Die weidenden Kühe und ich haben einen fantastischen Blick auf Kärnten und ich kann sogar mit freiem Auge den Pyramidenkogel erkennen, und der liegt ja jetzt wirklich nicht ums Eck.

 

Kühe

 

Für eine Wanderung auf den Dobratsch ist es mir zu heiß, aber die 20-minütige Wanderung zur Gams- und Gipfelblickplattform unternehme ich doch. Ja, Pech gehabt. Die Gipfel lassen sich blicken, die Gämsen sind heute wohl alle im Freibad!

 

Gipfelblick Plattform

Text und Fotos: Gudrun Krinzinger

Gudrun Krinzinger

Mein Tipp: Vom Berggasthof Rostrattenstüberl braucht man etwa 20 Minuten bis zur Gams- und Gipfelblick Aussichtsplattform. Wanderschuhe nicht vergessen!

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