Nassfeld Hermagor Pressegger See Magazin

Nassfeld in Kärnten

 

Nassfeld: Skigebiet der Superlative

Das Nassfeld ist eines der Top-10-Skigebiete in Österreich und liegt südlich der Alpen, direkt an der kärntnerisch-italienischen Grenze. Neben viel Sonne und Schnee verfügt das Nassfeld über 30 Liftanlagen, davon 5 Kabinenbahnen, 4 Sechser-Sesselbahnen, 4 Vierer-Sesselbahnen und 17 Schlepplifte. Auf 110 Pistenkilometern mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden geht’s ins Tal – vielleicht auf der 7,6 Kilometer langen Talabfahrt (freitags auch in der Nacht!) oder der längsten Flutlichtpiste der Alpen.

 

Skigebiet Nassfeld

 

Eine große Snowboard- und Freeride-Area mit Halfpipe, Speed-Mess-Strecken, Snowpark und Fun-Geräte sorgen für Action und Abwechslung. Ski-Depots und Ski-Service-Center liegen direkt an der Piste. Schneesicherheit ist durch die 100 prozentige Beschneiung gewährleistet. Soweit zu den Fakten. Und spätestens jetzt ist klar: Das Nassfeld ist zumindest für Kärnten ein Skigebiet der Superlative. Aber was macht ein Nicht-Skifahrer und ein Anti-Skitourengeher wie ich im Winter dort?

 

Plattner am Nassfeld

 

Es waren wohl die dampfenden Kochtöpfe und die duftenden Öfen, die auf über 1.500 Meter Seehöhe lockten. Denn schon seit langem schwärmten mir die einheimischen Wintersportfreunde von den grenzüberschreitenden kulinarischen Köstlichkeiten vor: der Fisch vom Plattner, die Pizza von Fausto und die Calamari beim Forcello. Der Sache musste mal auf den Grund gegangen werden. Also, rauf mit dem Auto – auch nach dem Neuschnee kein Problem – ab zum ersten kulinarischen Stopp.

 

Restaurant Plattner

 

Vom Parkplatz erreichen wir zu Fuß in einer guten halben Stunde das Alpenhotel Plattner. Seit über zwanzig Jahren führt Hans Plattner mit seiner Frau Gertraud das Hotel mit Restaurant und Sonnenterrasse direkt an der Skipiste. In der gemütlichen Gaststube ist sofort die Liebe und Herzlichkeit der Gastwirte zu spüren. In der Küche ist mittlerweile Tochter Elisabeth federführend und legt wie ihre Eltern großen Wert auf regionale Produkte.

Zwar gibt’s auch Germknödel, aber der Schwerpunkt liegt auf Kärntner Schmankerln. Alles wird selbst gemacht. Fertigprodukte kommen bei den Plattners nicht ins Haus, stattdessen aber die frische Forelle, Apfelsaft und Wein aus dem Tal. Das Letztere ist übrigens das große Hobby von Hans Plattner, deshalb kredenzt er seinen Gästen gerne ein Gläschen Kärntner Wein auf. Legendär ist sein Almtoast mit Gailtaler Speck, Käse und Schwarzbrotschreiben, mit Spiegelei und gegrilltem Gemüse. Sozusagen ein kleiner Snack für zwischendurch.

 

Nassfeld Skigebiet

 

Nach dieser Stärkung folgt man gerne den 900 Meter langen Weg auf die italienische Seite, wo im alten Zollhaus der junge Italiener Fausto die Herzen der Skihaserln mit hausgemachter Pizza und Pasta erobert. Zum günstigen Preis, ohne Höhenzuschlag.

 

Restaurant Kabrio Fausto

 

Ein Stückchen weiter tauchen wir komplett in die friulanische Küche ein und blicken Walter aus Udine beim Kochen im Restaurant „Al Gallo Forcello“ über die Schulter. Lachend und in aller Ruhe schwenkt er die Spaghetti, drapiert den San-Daniele-Schinken drüber. Die Fischplatte mit Scampi und Branzino ist genauso ein Traum wie die Calamari. Alles wird zweimal die Woche vom Fischhändler aus Triest auf über 1.500 Meter Seehöhe gebracht. Wer Lust auf Deftigeres hat, bestellt das Rehgulasch mit Polenta oder die Salsiccia, friulanische Würstchen.

 

Al Gallo Forcello Restaurant

 

Danach umrunden wir den kleinen See und inspizieren die Langlaufloipe. Sieht gut aus. Das nächste Mal komme ich wieder. Aber dann doch mit zwei Brettln – zum Langlaufen. Den schnellsten Kochkurs der Alpen, in der Kabine vom Millennium-Express, versäume ich dann zwar, doch die kulinarischen Köstlichkeiten machen das wieder wett.

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Loslassen im Lesachtal

Text und Fotos: Anita Arneitz

Anita ArneitzDer freundschaftliche österreichisch-italienische Mix am Nassfeld überzeugte mich als Nicht-Skifahrerin.

Und als Katzenliebhaberin übernachte ich natürlich bei Kater Floh im Falkensteiner in Tröpolach.

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