Katschberg / Rennweg Magazin

Katschberg/Rennweg in Kärnten

Katschberg: Vom kleinen Alpengasthaus zum Familienschigebiet

Der Fund einer römischen Silbermünze lässt darauf schließen, dass die Katschberghöhe schon damals als Verbindungsweg zwischen Kärnten und Salzburg genutzt wurde. Aber erst ab 1956 ging es mit der Entwicklung des Fremdenverkehrsortes so richtig los.

Gertrude und Matthias Bogensperger übernahmen ein kleines Holzhäuschen direkt bei der Straße, welches gerne für eine Rast nach dem steilen Anstieg genutzt wurde. Die beiden erkannten das Potenzial der Gegend und investierten in den ersten Lift. Heute betreibt die Familie Bogensperger noch immer die Bergbahnen – in der zweiten und dritten Generation.

 

Familie Bogensberger

 

Gemeinsam blättern wir mit Josef Bogensperger senior und junior in der Familienchronik: Die Fotos in Schwarz-weiß zeigen die ersten Hotels Ende der 60er Jahre und die Busse, die die Schifahrer zur Piste bringen. Mit Schleppliften hat damals alles angefangen, diese waren eine riesige technische Errungenschaft.

Bogensperger erinnert sich: „Die Schi waren aus Holz und hatten Stahlkanten, mit denen man den Berg hinauf bretteln musste. Pro Tag schaffte man vielleicht zwei Abfahrten. Mit dem Schlepplift erhöhte sich das auf bis zu 15 Fahrten.“ In den ersten Jahren konnte die steilen Hänge gar nicht mit den Pistengeräten befahren werden. Bei Neuschnee mussten Schüler und Hotelpersonal einspringen und die Piste für die Gäste festtreten.

 

Winter am Katschberg

 

Inzwischen hat sich einiges getan. Die Familie hat das Schigebiet ausgebaut und auch die Lifte auf der salzburgerischen Seite übernommen. Mit 16 modernen Liftanlagen geht’s hinauf in die Höhe und auf rund 180 Hektar Piste wieder herunter. Mit der neuen Achter-Gondel geht’s sogar in sieben Minuten mit 22 km/h auf Aineck. Die Fahrt zum Gipfel hat sich damit um zehn Minuten verkürzt.

Und falls Frau Holle nicht so richtig will, sind 100 Prozent der Pisten beschneibar. Besonders Familien schätzen das weitläufige Schigebiet, wobei es aber verschieden schwierige Pisten gibt. Als leidenschaftlicher Seilbahner kennt Bogensperger die Stärken des Schigebietes: „Besonders attraktiv ist das sogenannte Schi in – Schi out. Das heißt, die Gäste kommen bei uns direkt vom Bett auf die Piste.“ Will heißen, alle Hotels liegen direkt an der Piste.

 

Katschberg Bergbahnen

 

Wer genug vom wedeln hat, schlendert durch das kleine Dorf. Hier findet man vom Familienhotel über den Supermarkt, Restaurants und Bars bis hin zur Schischule und Sportgeschäft alles. Bei „Sport Erni“ lernen wir die geschäftige Sylvia Lindner kennen, die den Shop von ihrer Mutter übernommen hat. Bei ihr findet man die schickste Wintermode und immer Zeit für einen Plausch.

 

Silvia Lindner / Sport Erni

 

Ein paar Schritte weiter sticht das moderne Gebäude von Erwin Resch hervor. Erwin Resch führt seit zehn Jahren auf der Katschberghöhe ein Schi- und Sportzentrum und holt seine Schischulkinder mit der Pferdekutsche vom Hotel ab. Davor gewann er als Schirennfahrer drei Weltcuprennen und Bronze bei der WM in Schladming. Gerne erinnert er sich an die Schi-WM 1982 in Schladming. Seine Leidenschaft für den Schisport will er an die Jungen weitergeben.

Resch sagt dazu: „Mir ist ist wichtig, alle Sinne anzusprechen, denn Sport ist mehr als nur Bewegung. Sport ist eine Einstellung, ein Lebensgefühl. Das scheint ihm zu gelingen. Denn die kleinen Pistenzwerge flitzen sicher als bunte Punkte umher, denen die Energie nicht auszugehen scheint. Während die Großen schon müde richtig Sonnenterrasse ziehen und die Füße hochlegen, ziehen sie noch immer ihre Schwünge, tollen rund um das Maskottchen „Katschi“ herum oder entdecken ein neues Pisten-Fungerät.

 

Erwin Resch

Text und Fotos: Anita Arneitz

Anita Arneitz

„Der Katschberg ist im Winter ein tolles Schigebiet für Familien. Aber auch im Sommer lohnt sich der Besuch – es gibt tolle Wanderrouten!“

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